Ankündigung

Gottesdienst an Pfingsten, 31.05.2020 um 10 Uhr

Hier in der Erlöserkirche.

Wir freuen uns schon darauf!

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde,

vor 14 Jahren hatte ich einen Bandscheibenvorfall. Das stellte sich erst allmählich heraus, als ich immer größere Schmerzen beim Stehen und Gehen hatte. 3 Jahre quälte ich mich damit herum, zum Schluss konnte ich keine 100m gehen, dann musste ich mich irgendwo hinsetzen vor Schmerz. Alle möglichen Therapien und Medikamente hatte ich ausprobiert. Nichts half auf Dauer. Lange Zeit konnte ich nicht mehr an Heilung glauben. Ich war nahe am Verzweifeln.  Eine Operation schien zunächst auch kein Erfolg zu bringen, bis nach einigen Wochen die Schmerzen plötzlich nachließen. Jetzt blicke ich zurück. Ich bin Gott dankbar, dass ich Hilfe erfahren habe, und dass ich diese Zeit überstanden habe.

Haben Sie, habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht gerade jetzt?.

Der Psalmvers ist kein reines Jubellied, er ist Schlusssatz in einem Psalm, der zurückblickt auf die Geschichte. Israel schaut in seine Vergangenheit und erinnert sich: „Wir mussten durch Feuer und Wasser gehen“. Am Ende aber sind sie sicher: „Gott hat uns erhört, er war immer auf unserer Seite.“ Die Bibel ist erfüllt von diesem Vertrauen. Sie leugnet nicht Not und Leid, und sie fordert nicht zu passivem Leiden aus, sondern sie fordert uns auf, das zu tun, was wir tun können.  Aber in dem festen Vertrauen, dass Gott da ist, dass wir uns an ihn wenden können und das er uns stärkt.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass ich Gottes Gegenwart spüre. Nicht immer, aber dann, wenn ich ihn wirklich brauche. Und ich schätze die Kraft des Gebetes. Gott mein Herz ausschütten zu können und Schmerz, Frust und auch Wut bei ihm abladen zu können, ist wunderbar. Durchs Gebet werde ich ruhiger und gewinne inneren Frieden. Und dadurch kann ich besser mit meinem Alltag umgehen.

Ich wünsche dies Euch/Ihnen allen!

Tobias Dietze

Evangelisch-methodistisch bedeutet:

Den Gottesdienst besuchen und außerdem praktisch den christlichen Glauben im Alltag verwirklichen: Kranke pflegen, Bedürftigen helfen, Einsatz für Unterprivilegierte und sich selbst von Jesus Christus formen zu lassen.

Das waren die Anliegen von John Wesley, einem englischen Geistlichen im 18. Jahrhundert. Zuerst gedacht als Aufruf zur Belebung des christlichen Lebens, wurde aus diesen Ideen eine Freikirche.

Heute trägt die Evangelisch-methodistische Kirche diese Kennzeichen weiter: Praktisches Christsein als reales Zeugnis für den Glauben an Gott.

Gesellschaftliches Engagement, lebendige Gemeinschaft, Einsatz für die Einheit der Christen, tiefgehende Anbetung und aus der Bibel schöpfende Verkündigung - das ist EmK heute.

So leben wir auch als Gemeinde in Mannheim. Bei uns herrscht eine offene Atmosphäre und jede/r findet leicht Anschluss.